Was ist Erdwärme?
Erdwärme – auch geothermische Energie genannt – ist die in der Erdkruste gespeicherte Wärme. Diese erneuerbare Energiequelle kann über spezielle Systeme wie Erdwärmesonden oder Flächenkollektoren effizient genutzt werden. Die gewonnene Energie wird über eine Erdwärmepumpe in das Heizsystem des Gebäudes eingespeist und ermöglicht ein umweltfreundliches und sparsames Heizen – sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen.
Modelle zur Nutzung von Geothermie:
Erdwärmepumpe mit Solesonde (Tiefenbohrung)
Es gibt viele Möglichkeiten, die kostenlose Energie der Sonne in sein neues oder renoviertes Haus einzufangen. Diese Lösung kommt bevorzugt zum Einsatz, wenn die Grundstücksfläche für Erdreichkollektoren zu klein ist. Bei der Tiefenbohrung werden vertikale Erdwärmesonden tief in die Erde eingebracht. Die Sole (ein Wasser-Frostschutz-Gemisch) zirkuliert in einem geschlossenen Rohrsystem und nimmt die Erdwärme auf, die anschließend an die Erdwärmepumpe weitergegeben wird. Ein Abstand von mindestens fünf Metern zwischen den Bohrungen ist dabei einzuhalten.
Erdwärmebohrung
Hier sehen Sie ein Video zur Erdwärmebohrung
Flächenkollektoren
Die horizontale Alternative: Beim Flächenkollektor wird ein großflächiges Rohrschlangensystem in etwa 1,6 Meter Tiefe parallel zur Erdoberfläche verlegt. Der Abstand der einzelnen Rohrschlangen beträgt ungefähr 80 cm. Für ein 150m2 Haus mit heutigem Energiestandard werden ca. 300-400m2 an Grundstücksfläche benötigt um die erforderliche Energiemenge aus dem Erdreich gewinnen zu können. Daher kommt das System bei uns in Tirol eher selten zum Einsatz.
Vorteile von Erdwärme gegenüber herkömmlichen Heizsystemen
- Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas
- Niedrige Betriebskosten – besonders bei steigenden Strom- oder Heizölpreisen
- Stabile Energieversorgung – ganzjährig und wetterunabhängig
- Lange Lebensdauer der Anlage bei minimalem Wartungsaufwand
- CO₂-freies Heizen – aktiver Beitrag zum Klimaschutz
- Wertsteigerung der Immobilie durch moderne Heiztechnik
Erdwärmeheizungen ermöglichen langfristige Einsparungen bei den Heizkosten – oft um bis zu 80 % im Vergleich zu konventionellen Systemen.
Kosten & Förderungen
Die Investitionskosten für eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung oder Flächenkollektoren hängen von mehreren Faktoren ab – darunter die Größe der zu beheizenden Fläche, die geologischen Gegebenheiten, die gewünschte Bohrtiefe, der Abstand zum Haus und der energetische Standard des Gebäudes. Grundsätzlich ist mit höheren Anfangskosten zu rechnen als bei herkömmlichen Heizsystemen. Diese lohnen sich jedoch durch die besonders niedrigen Betriebskosten, die über Jahre hinweg deutlich unter jenen fossiler Heizsysteme liegen.
Ein wesentlicher Vorteil in Österreich sind die attraktiven Förderungen, die eine Umstellung auf erneuerbare Energien – wie Erdwärme – gezielt unterstützen. Landes- und Bundesförderungen sowie mögliche Zusatzförderungen machen den Einstieg in die geothermische Wärmeversorgung finanziell besonders interessant. Als erfahrener Partner übernimmt Wucherer Energietechnik nicht nur die Planung und Umsetzung Ihrer Erdwärmeanlage, sondern berät Sie auch umfassend zu den aktuellen Fördermöglichkeiten und unterstützt bei der Antragstellung.
Weiterführende Links zu Förderungen:
Landesförderung Tirol – Wohnbauförderung / Energieeinsparung
Website: www.tirol.gv.at/wohnbau/energieeinsparung
Bundesförderung – Umweltförderung im Inland (UFI)
Website: www.umweltfoerderung.at
Wucherer Service: Beratung – Planung – Umsetzung
Mit über 15 Jahren Erfahrung bietet Wucherer Energietechnik aus Tirol eine rundum professionelle Begleitung für Ihr Geothermie-Projekt:
✔ Individuelle Beratung: Standort-Analyse, Heizlastberechnung, Machbarkeitsprüfung
✔ Detaillierte Planung: Auswahl der passenden Wärmepumpe, Dimensionierung, Förderberatung
✔ Fachgerechte Umsetzung: Bohrungen, Verlegung, Inbetriebnahme – alles aus einer Hand
✔ Langfristiger Service: Wartung & Reparatur
Häufige Fragen
Wie tief muss gebohrt werden?
Die Bohrtiefe variiert je nach Gebäudegröße und Bodenbeschaffenheit – meist zwischen 80 und 150 m.
Welche Voraussetzungen gelten für Flächenkollektoren?
Ein freier Gartenbereich von ca. 1,5-facher Wohnfläche ist notwendig.
Wie lange hält ein Erdwärmesystem?
Die Sonden halten in der Regel 50 Jahre und mehr, die Wärmepumpe rund 20–25 Jahre.
Wie lange dauert die Installation?
Planung & Umsetzung sind je nach Projektgröße innerhalb weniger Wochen möglich.
Jetzt beraten lassen & nachhaltig heizen
Nutzen Sie das volle Potenzial der Erdwärme. Ob Neubau oder Sanierung – Wucherer begleitet Sie in Tirol auf dem Weg zur umweltfreundlichen Erdwärmeheizung.
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Wir freuen uns auf die Umsetzung ihrer Erdwärme in Innsbruck, Telfs, Imst, Landeck & ganz Tirol.
genau nachzulesen in unserem aktuellen Beispiel in Landeck
Technik: Erdwärmepumpe Modell “Web Control”
Aktuell: sparsame Umweltentlastung
Wie sehr energetische Sanierungen nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die eigene Geldtasche, zeigt ein aktuelles Beispiel:
Wohnhaussanierung
Technische Daten:
Beheizte Fläche 240 Quadratmeter,
2 Wohnungen, Landeck, 5 Personen
Vorher
• Alte Fassade (unbehagliches Klima, alte zugige Fenster)
• Verlustreiches Dach mit alten Dachfenstern
• Ölheizung
= Heizungskosten inkl. Warmwassererwärmung: 3000 € pro Jahr
Nachher
• Neues, saniertes, optisch sehr ansehnliches Design des Hauses (Wohlfühlklima; neue, dichte Fenster nach dem neuen Energiestandard)
• Neues Dach mit sehr guter Wärmedämmung und neuen Dachfenstern
• Hocheffiziente Erdwärmeanlage
= Heizkosten inkl. Warmwassererwärmung: 700 € pro Jahr
Fazit: Enorme Ersparnise Heizkosteneinsparung von mehr als 80%!
Aufgrund der Betriebskostenverminderung und der sehr guten Förderung kostet den Kunden die Sanierung effektiv 270 Euro pro Monat auf zwölf Jahre. Nach diesem Zeitraum bleiben dem Kunden jährlich mehr als 2500 € an Gewinn übrig. Weiters wird durch die neue Optik und den neuen Energiestandard die Wertigkeit des Hauses um ein Vielfaches gesteigert.

