Erdgas

Erdgas ist ein fossiler Energieträger, der bei der Verbrennung fast keine klassischen Schadstoffe freisetzt. Allerdings wird CO2 freigesetzt, das zum Treibhauseffekt beiträgt.
In einem Kubikmeter Erdgas sind rund 10kWh Energie enthalten. Zum Einsatz komme heute lediglich noch Gas-Brennwertgeräte welche die Kondensationswärme noch zusätzlich nutzen.
Das Abgas verlässt den Kamin mit einer Temperatur unter 80°C. Eine hohe Wärmeausbeute ist gewährleistet. Beim Einsatz des Sanierungsheizsystems muss die Kaminanlage saniert werden. Meist wird ein säureunempfindliches Kunststoffrohr in den bestehenden Kamin eingezogen.

Kosten:
Der kWh-Preis von Erdgas ist zwar etwas höher als bei Pellets oder Wärmepumpen, dafür sind die Anfangsinvestitionen etwas niedriger.
Rechnen Sie aber nicht nur den Kessel in die Investitionen ein, auch die Anschlussgebühren, zusätzliche Kosten für längere Anschlußleitungen bis zum Haus oder auch ein eventuell erforderlicher teurerer Kamin ist einzurechnen.
Sinnvoll ist immer eine Gesamtkostenrechnung.

Vorteile
  • Investitionskosten des Kessels relativ niedrig (die Gesamtkosten sind aber trotzdem nicht zu unterschätzen (Hausanschlusskosten, hochwertiger Kamin nötig)
  • Geringer Platzbedarf
  • Sehr geringer Schadstoffausstoß
  • Störungsfreier Betrieb, wenig Mechanik
  • Kein Lagerraum nötig
Nachteile
  • CO2-Belastung (wie bei allen fossilen Energieträgern)
  • Im Betrieb etwas teurer als viele andere Energieträger
  • Importabhängigkeit und abhängig vom Brennstoffpreis
  • Gasversorgung nicht überall gegeben
  • Eingeschränkte Lieferantenwahl, wenig Wettbewerb (trotz Liberalisierung)
  • große Verluste beim Pipelinetransport (Umweltschädigung)
  • Restrisiko durch Explosions- Brandgefahr
  • Gasleitung muss verfügbar sein

Flüssiggas

Flüssiggas ist neben einer Direktstromheizung das "unattraktivste"  Heizsystem am Markt.
Die Betriebskosten sind zu hoch um die Anlage wirtschaftlich betreiben zu können. Flüssiggas ist ein fossiler Energieträger, der bei der Verbrennung fast keine klassischen Schadstoffe freisetzt. Allerdings wird CO2 freigesetzt, das zum Treibhauseffekt beiträgt.
Zum Einsatz komme heute lediglich noch Gas-Brennwertgeräte welche die Kondensationswärme noch zusätzlich nutzen. Das Abgas verlässt den Kamin mit einer Temperatur unter 80°C. Eine hohe Wärmeausbeute ist gewährleistet. Beim Einsatz als Sanierungsheizsystem muss die Kaminanlage saniert werden. Meist wird ein säureunempfindliches Kunststoffrohr in den bestehenden Kamin eingezogen.
Von der Verwendung dieses Heizsystems ist bis auf einige kleine Ausnahmefälle wie Wochenendhäuser oder ähnliches , abzuraten.

  • Die Betriebskosten sind sehr hoch – daher unwirtschaftlich
  • Lagerraum nötig
  • CO2-Belastung
  • Importabhängigkeit

Ölheizung

Trotz hoher Ölförderungen durch die Ölindustrie ist vom Einsatz einer Ölheizung dringend abzuraten. Geringe Investitionskosten blenden den Kunden vor der Kostenfalle „Hohe Betriebskoste „ und "hohe Abhängigkeit Ölpreisen".
Die Ölressourcen sollten sinnvoller genutzt werden als das Öl als Brennstoff zu verwenden. Der Ölpreis war 1998 auf ca 3,5 öS und ist mittlerweile auf ca. 1€ pro Liter.
Dieser Preisanstieg entspricht ca. 300 – 400 %.  

Vorteile
  • Heizkessel relativ günstig, allerdings müssen auch immer die Kosten für den Tankraum mitgerechnet werden (bauliche Herstellungskosten, Installationen, Überprüfungen)
  • dichtes Versorger-und Servicenetz
Nachteile
  • Tankraum teuer
  • Ökologisch nicht empfehlenswert (fossiler Energieträger, nicht CO2-neutral)
  • Sehr hohe Betriebskosten
  • Importabhängigkeit (Preissprünge kamen schon vor und sind auch in Zukunft sehr wahrscheinlich, Preistendenz überproportional steigend)

Elektroheizung (Infrarotheizung, Nachtspeicherheizung usw.)

Eine Direktstromheizung über Infrarotpaneele, Elektroöfen oder Speicheröfen ist neben einer Flüssiggasanlage das "unattraktivste"  Heizsystem am Markt.
Die Betriebskosten sind zu hoch um die Anlage wirtschaftlich betreiben zu können.
Von der Verwendung dieser Heizsysteme ist bis auf einige kleine Ausnahmefälle wie die Beheizung von Einzelräume, welche selten benutzt und schnell aufgeheizt werden sollen, abzuraten.

Vorteile
  • Niedrige Installationskosten (außer bei Nachtspeicherheizung in mehreren Räumen)
  • Wartungsfrei und störungsfrei
Nachteile
  • Zur Gebäudeheizung ist elektrischer Strom eigentlich zu wertvoll und zu teuer
  • ökologisch empfehlenswert, da im Winter ein großer Anteil des Stroms aus fossilen Energieträgern erzeugt werden muss
  • In einigen Bundesländern beim Neubau nicht mehr als Hauptheizung zulässig